Congo™ in der Penn State Produktion des Bat Boy!

Die Penn State Universität in Pennsylvania, USA, bietet einzigartige Studiengänge für Theater Design und Technologie an und die abschließenden Shows jährlich machen sich gut im Lebenslauf der jungen Professionellen. Dieses Jahr wurde als Eröffnungsstück der Saison das energiegeladene Musical Bat Boy ausgewählt – ein Kultstück, das sehr anspruchsvolles Produktionsdesign verlangt.

William Kenyon, beratender Lichtdesigner und Vorsitzender des Studienganges Theater Design und Technologie, vermutete bereits, dass seine Studenten eine Lichtsteuerkonsole benötigten, die mehr als nur konventionelle Scheinwerfer steuern konnte: “Bat Boy ist eine Show, die geradezu nach Rock ‘n’ Roll Beleuchtung und Moving Lights schreit. Außerdem müssen die angehenden Designer Erfahrung mit dieser Art von Pult sammeln. Mit der zunehmenden Komplexität von Licht und Video müssen Lichtdesigner in der Lage sein, intelligentes Licht und Media Server zu programmieren, um überhaupt auf dem Arbeitsmarkt bestehen zu können.” Kenyon wandte sich an ETC, um deren neuestes Pult – die Congo Konsole – für diese Aufgabe einzusetzen.

Nach einer ausreichend langen Trainingsperiode an der Konsole, in der sich die Studenten mit Syntax und Funktionalität der Congo vertraut machen konnten, stellten sie schon bald fest, dass nun viele Prozesse einfacher und schneller durchführbar sind. Kenyon wollte außerdem sehen, wie die Konsole mit verschiedenen intelligenten Scheinwerfern zurecht kommt, d.h. wenn Produkte verschiedener Marken angesprochen werden müssen: “Die Art und Weise, wie Congo mit Moving Lights umgeht ist wesentlich einfacher als mit herkömmlichen, klassischen Theaterkonsolen. Anstatt mühevoll einzelne Kanäle den verschiedenen Parametern des Moving Lights ‘horizontal’ zuweisen zu müssen, ruft Congo das Gerät selbständig auf, mit der ganzen DMX-Adressierung in einem ‘vertikalen’ Channel Stack – so wie es eben Moving Light Konsolen machen. Man merkt einfach, dass Congo eine Hybrid-Konsole ist, denn konventionelle Scheinwerfer sind so einfach zu bedienen wie mit einer klassischen Theateranlage.“

Penn State bestückte das Lichtrigg für Bat Boy mit einer Mischung aus automatisierten und konventionellen Scheinwerfern: insgesamt drei Vari*Lite VL-1000 auf der Hinter- und Vorderbühne, zwei ETC Source Four Revolution® im FOH für Effektbeleuchtung sowie zehn Wybron CXI Farbwechsler an Source Four Profilscheinwerfern im linken und rechten Bühnenbereich.

Die Congo und intelligenten Scheinwerfer ergänzten sich perfekt für die zahlreichen dynamischen Lichtszenen. Die Geschichte des Bat Boy ist voller Gegensätze (Bat Boy gegenüber ‚normale’ Menschen), so dass Lichtkontraste einen wichtigen Symbolcharakter besitzen. Kenyon erklärt: “In diesem Stück prallen zwei Welten aufeinander – die höhlenartige, fast fantastische Welt des Bad Boy und die ‘echte’ Welt, die in einem Bergwerksdorf spielt. Dort gibt es ein Haus, ein Schlachthaus und das Rathaus – jeweils mit Außen- und Innenansichten. Der Lichtplan muss so ausgefeilt sein, dass er beiden Welten Rechnung trägt.” Verschiedene Lichtcues waren außerdem wichtig, um die einzelnen Charaktere zu zeichnen: der Tierarzt Dr. Parker wird in unheimlichen, grünen Licht gebadet, wenn sein Potenzial für Böses und Zerstörung droht durchzubrechen. Komplexe zeitliche Ebenen im Stück wurden ebenso durch Spezialeffekte bedient. Auf dem Höhepunkt der Enthüllungen gegen Ende der Show werden verschiedene Szenen parallel gespielt – eine Art Rückblick in die Vergangenheit von Bat Boy’s / Edgars Eltern, dargestellt als küssendes, junges Paar in violettes Licht getaucht, während das ältere Paar mit Spots im Hinterbühnenbereich beleuchtet wird.

“Diese dynamische Show braucht ein Pult wie die Congo, das schnell genug ist, um mit den vielen Wechseln Schritt zu halten, die links, rechts, hinten und vorne ständig passieren”, so Kenyon. “Congo ermöglichte es uns, Stimmungslisten auf verschiedene Fader zu legen. Das heißt, während ein Fader die Stimmung auf die Bühne brachte und ein Moving Light als Verfolger konfigurierte, bereitete ein weiterer Cue den Rest der beweglichen Scheinwerfer für die nächste Szene vor, indem die richtige Farbe und das passende Gobo ausgewählt wurde, solange die Lampe noch aus war. Mit einer herkömmlichen Konsole hätten wir unser Beleuchtungsdesign niemals so umsetzen können und wesentlich vereinfachen müssen.”

Besonders angetan war Kenyon von einer ganz besonderen Funktion der Congo, genannt “Freeze”, die weit über die normale Submaster-Funktion für Blackout hinausgeht. „Wenn man auf ‚Freeze’ schaltet“, erklärt Kenyon, „wird der Output eingefroren und jeder einzelne DMX-Wert sämtlicher Universes auf der Bühne gehalten, ganz egal, was mit der Konsole gemacht wird. Unter anderem löst diese Funktion das Problem des Blackout, wenn noch Personen auf der Bühne sind, speziell beim Probenbetrieb. Auf anderen Konsolen schreibt man dann eben ein Blackout in Blind, um dieses Problem zu umgehen, aber es bleibt standing die Gefahr, dass doch etwas Ungewolltes durchkommt. Wir haben Freeze dauernd benützt. Der Designer kann zum Beispiel während der Proben ungehindert programmieren, ohne den Bühnenbetrieb zu stören. Und einmal hat uns die Freeze-Funktion vor Schlimmeren in der zweiten Kostümprobe bewahrt: eine Aushilfskraft hatte aus Versehen den falschen Cue Stack ausgewählt. Als Jessica Fabo, Operator und Lichtdesignerin, zurückkam und sofort erkannte, was los war, wählte sie die Freeze-Funktion und konnte während der Vorstellung den richtigen Stack auswählen. Anschließend hat sie die Konsole wieder ‚aufgetaut’ mit der richtigen Stimmung im richtigen Stack und hat die Probe gerettet. Freeze ist wirklich eine tolle Funktion, die ich vorher noch nie bei einer Konsole gesehen habe.“

Installation

Penn State Universität mit Congo™

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Odyssey Academy, Greece, New YorkDie Odyssey Akademie, eine Schule in Greece, New York, für 6. bis 12. Klasse, peppte ihre neueste Produktion “Seussical the Musical” lichttechnisch auf, indem sie ETC Source Fours®, Source Four junior, Source Four PARnels® sowie Source Four Revolution® automatisierte Scheinwerfer einsetzten. Die Studenten zauberten eindrucksvolle Bühnenbilder, indem Sie rotierende Gobos, Verfolger und Nebel einsetzen – und alles mit einer ETC Express? Konsole steuerten.
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